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  • AutorenbildWalter Gasperi

TV-Tipps: 3.11. bis 9.11. 2023


Systemsprenger (ZDF, 6.11., 00.20 Uhr) (c) Filmladen Filmverleih

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 3.11. zeigt Bayern zwei Meisterwerke von Billy Wilder. Auf das wendungsreiche und von Marlene Dietrich, Charles Laughton und Tyrone Power großartig gespielte Gerichtsdrama "Zeugin der Anklage" (Bayern, 22.45 Uhr) folgt die herrlich überdrehte Kapitalismus- und Kommunismus-Satire "Eins, Zwei, Drei" (Bayern, 00.35 Uhr). Dazu kommt mit "Die Todeskralle schlägt zurück" ein Kampffilmklassiker mit Bruce Lee (SRF 1, 23.55 Uhr) und mit "Jackie Brown" ein von skurrilem Humor durchzogener Krimi von Quentin Tarantino (SRF 2, 23.30 Uhr).


Am Samstag, den 4.11. sorgen die mit Stars wie Peter Ustinov und Melina Mercouri besetzte Gaunerkomödie "Topkapi", in dem es um einen Juwelenraub in Istanbul geht, (MDR, 22.25 Uhr) und Clint Eastwoods "Gran Torino", in der der Altstar selbst einen Rassisten spielt, der schließlich seine asiatischen Nachbarn unterstützt (SRF 1, 01.55 Uhr) für einen unterhaltsamen TV-Abend. Fans von Thrillern kommen bei Martin Scorseses Remake "Kap der Angst", in der ein entlassener Verbrecher seinen schmierigen Anwalt und dessen Familie heimsucht, auf ihre Kosten (ZDF neo, 23.40 Uhr).


Am Sonntag, den 5.11. sorgt der in der ländlichen Mongolei spielende dokumentarische Spielfilm "Die Adern der Welt" für ein bildmächtiges Erlebnis (ARD, 00.05 Uhr), während Ken Loach in "Looking for Eric" ein weiteres Mal von einem britischen Underdog erzählt, der sich irgendwie durchschlagen muss (ARD, 01.40 Uhr). Clint Eastwood wiederum nützt in "Der Fall Richard Jewell" die wahre Geschichte eines Sicherheitsmannes, der nach einem Bombenanschlag zunächst zum Helden gemacht, dann aber als Täter verdächtigt wurde, zur Abrechnung mit Medien und Behörden (SRF 2, 20.05 Uhr). Bissig sowohl mit Kapitalismus als auch mit Kommunismus rechnet Billy Wilder in seiner, vor dem Hintergrund des Baus der Berliner Mauer spielenden, temporeichen Komödie "Eins, Zwei, Drei" ab (Bayern, 00.00 Uhr) und episches neorealistisches Kino bietet Luchino Viscontis dreistündiges Meisterwerk "Rocco und seine Brüder" (SRF 1, 01.25 Uhr).


Am Montag, den 6.11. brilliert Hans Albers in Helmut Käutners Melodram "Große Freiheit Nr. 7" (Arte, 20.15 Uhr) und Agnes Varda erzählt in "Vogelfrei" in Rückblenden vom Leben einer jungen Obdachlosen, die in einem Graben neben einem Weinberg tot aufgefunden wurde (Arte, 22.05 Uhr). Anschließend folgt mit "Agnès Varda – Filmkunst gegen den Strom" noch eine Dokumenation über die französische Ausnahmeregisseurin (Arte, 23.45 Uhr). Hochenergetisches deutsches Kino bietet dagegen Nora Fingscheidts Debüt "Systemsprenger", in dem Helena Zengel als nicht zu bändigendes neunjähriges Mädchen brilliert (ZDF, 00.20 Uhr) und Thomas Vinterberg zeichnet in "Kursk" beklemmend die Tragödie um ein gesunkenes russisches U-Boot nach (SRF 2, 23.55 Uhr).


Am Mittwoch, den 8.11. lässt J. C. Chandor Robert Redford in "All Is Lost – Überleben ist alles" allein in seiner havarierten Segelyacht im Indischen Ozean ums Überleben kämpfen (Arte, 21.55 Uhr). Große Kinokunst bietet auch Yasujiro Ozus letzter Spielfilm "Ein Herbstnachmittag", in dem der japanische Meisterregisseur ein weiteres Mal eine bewegende Familiengeschichte erzählt (Arte, 23.45 Uhr). Und Philipp Stölzl gelang mit seiner Verfilmung von Stefan Zweigs "Die Schachnovelle" ein atmosphärisch dichtes und stark besetztes Kammerspiel (Bayern, 00.45 Uhr).


Am Donnerstag, den 9.11. bietet Luc Bessons Taucherdrama "Im Rausch der Tiefe" bildmächtiges Abenteuerkino (Arte, 23.00 Uhr), während im isländischen Film "Lamb" Beziehungsdrama um Kinderwunsch und Folk-Horror kühn gemischt werden (SRF 1, 23.55 Uhr).


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