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  • AutorenbildWalter Gasperi

TV-Tipps: 10.2. bis 16.2. 2023


Gallipolli (Arte, 12.2., 20.15 Uhr)

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 10.2. sorgt die lakonische isländische Tragikomödie "Sture Böcke", in deren Mittelpunkt zwei seit Jahren verfeindete Brüder stehen, die in unmittelbarer Nachbarschaft Schafe züchten, für ein Fernseh-Highlight (One, 21 Uhr).


Am Samstag, den 11.2. sticht Maria Speths großer Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" aus dem Hauptabendprogramm heraus: Trotz der Länge von über drei Stunden nie langweilig ist dieser großartige Blick auf die Arbeit eines unkonventionellen Lehrers keine Sekunde langweilig (3sat, 20.15 Uhr). Anschließend folgt mit "Corpus Christi" ein packendes polnisches Drama um einen Haftentlassenen, der sich als Priester ausgibt (3sat, 23.45 Uhr). Nach Mitternacht gibt es dann noch John Hustons antirassistischen Western "Denen man nicht vergibt" (ARD, 01.15 Uhr) und Dennis Hoppers klassisches Roadmovie "Easy Rider" (ZDF, 02.35 Uhr).


Am Sonntag, den 12.2. gibt es Peter Weirs erschütternder Kriegsfilm "Gallipolli", in dem zwei junge Australier in der Türkei im Ersten Weltkrieg in eine blutige Schlacht geraten (Arte, 20.15 Uhr). Kontroverses Kino von Paul Verhoeven bietet "Starship Troopers" (Arte, 22 Uhr), während Yorgos Lanthimos mit "The Killing of a Sacred Deer" eine faszinierende und verstörende Aktualisierung des Iphigenie-Mythos gelang (3sat, 23.20 Uhr). Francois Ozon erzählt in "Frantz" in betörend schönen Schwarzweißbildern eine unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg spielende deutsch-französische Liebesgeschichte (SRF 1, 01.15 Uhr) und Andra Day brilliert als Jazz-Sängerin Billie Holiday in "Die Vereinigten Staaten gegen Billie Holiday" (SRF 2, 22.05 Uhr).


Am Montag, den 13.2. steht neben Anthony Minghellas starbesetzter Patricia-Highsmith-Verfilmung "Der talentierte Mr. Ripley" (Arte, 20.15 Uhr) mit Andreas Kleinerts "Lieber Thomas" ein faszinierendes Biopic über den Schriftsteller und Filmemacher Thomas Brasch auf dem Programm (3sat, 22.25 Uhr).


Am Dienstag, den 14.2. erzählt der Irak-Schweizer Samir in "Baghdad in My Shadow" von einer Handvoll Exil Iraker in London (3sat, 22.55 Uhr). Maren Ade gelang mit "Toni Erdmann" eine meisterhafte Tragikomödie, in der Sandra Hüller und Peter Simonischek groß aufspielen (ORF 2, 00.05 Uhr), während Maria Schrader sich bei der Komödie "Ich bin ein Mensch", in der eine Wissenschaftlerin – ebenfalls gespielt von Sandra Hüller – einen Androiden als Lebenspartner testen soll, an der Screwball-Komödie orientiert (SRF 2, 23.40 Uhr).


Am Mittwoch, den 15.2. gibt es Ildiko Enyedis poetischen und leisen Berlinale-Sieger "Körper und Seele", in dem zwei Außenseiter langsam zueinander finden (3sat, 23.10 Uhr). Dazu kommt mit Hans Weingartners "303" ein großes Roadmovie, das nicht zuletzt von den wunderbar natürlich spielenden Mala Emde und Anton Spieker getragen wird (Bayern, 00.25 Uhr).


Am Donnerstag, den 16.2. lädt der lateinamerikanische Film "Monos – Zwischen Himmel und Hölle" zu einem bildgewaltigen ebenso faszinierenden wie verstörenden Trip in ein nicht näher definiertes Bürgerkriegsgebiet ein (SRF 1, 23.50 Uhr).

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