TV-Tipps: 9.9. bis 15.9. 2022


Die andere Seite der Hoffnung (Arte, 13.9., 02.00 Uhr)

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 9.9. garantiert Howard Hawks´ Abenteuerfilm "Hatari" Witz und Spannung gekonnt mischende Unterhaltung um eine Gruppe von Tierfängern (Bayern 23.05 Uhr). John Huston wiederum gelang mit seiner Malcolm Lowry Verfilmung "Unter dem Vulkan" ein starkes Alterswerk, in dem Albert Finney als Alkoholiker brilliert (SRF 1, 23.55 Uhr).


Am Samstag, den 10.9. bietet sich die Gelegenheit John Carpenters Horrorfilm "Das Ding aus einer anderen Welt" neu oder wieder zu entdecken (ZDF, 03.45 Uhr).


Am Sonntag, den 11.9. sorgt in "Little Miss Sunshine" die Reise einer schrägen Familie, deren übergewichtige Tochter an einem Schönheitswettbewerb für Kinder teilnehmen will, für hinreißende Unterhaltung (3sat, 16.50 Uhr). Denis Villeneuve gelang mit "Sicario" ein packender Thriller um den Kampf der US-Behörden gegen mexikanische Drogenkartelle (Arte, 22.10 Uhr) und Ed Bergers "All My Loving" ist ein starkes Drama über eine dysfunktionale Familie (ARD, 00.40 Uhr). Kultstatus genießt längst Danny Boyles "Trainspotting", in dessen Zentrum eine Gruppe befreundeter drogenabhängiger Schotten steht (SRF 2, 22.50 Uhr) und in "Arbitrage" brilliert Richard Gere als erfolgreicher Hedgefond-Manager, dessen Welt nach einem Unfall mit Fahrerflucht sukzessive zerbricht (3sat, 23.20 Uhr).


Am Montag, den 12.9. gibt es mit Jack Arnolds "Auf der Kugel stand kein Name" einen starken Western (Arte, 20.15 Uhr), während Alain Resnais in "Stavisky" ein Porträt des titelgebenden Hochstaplers zeichnet, der in den 1930er Jahren Kontakte bis zu höchsten Politikerkreisen hatte (Arte, 21.30 Uhr). Anschließend folgt mit "Alain Resnais: Ein neues Kino wagen" eine Doku über den großen Erneuerer des Films (Arte, 23.25 Uhr). Mit "Lady Bird" wird aber auch Greta Gerwigs fulminantes Regiedebüt um die Nöte eines von Saoirse Ronan gespielten Teenagers (SRF 2, 23.50 Uhr) und mit "Der Himmel über Berlin" ein hochromantischen Liebesfilm von Wim Wenders gezeigt (NDR, 23.50 Uhr), auf den unmittelbar die Fortsetzung "In weiter Ferne, so nah!" folgt (NDR, 01.50 Uhr).


Am Dienstag, den 13.9. steht Howard Hawks´ klassischer Western "El Dorado" auf dem Programm (Hessen, 00.10 Uhr). Ebenso skurril wie aufregend ist Ursula Meiers "Home", in dem eine Familie ihr Haus an einer nie fertig gestellten Autobahn auch nicht aufgeben will, als wieder Bautrupps anrücken (SRF 1, 00.00 Uhr). Unverkennbar ein Film von Aki Kaurismäki ist wiederum die melancholisch-warmherzige Tragikomödie "Die andere Seite der Hoffnung", in der ein syrischer Flüchtling in Finnland Fuß zu fassen versucht (Arte, 02.00 Uhr).


Am Mittwoch, den 14.9. sorgt York-Fabian Raabe mit seinem Spielfilmdebüt "Borga", in dessen Mittelpunkt ein ghanaischer Flüchtling steht, der im reichen Deutschland nach Anerkennung strebt, für einen TV-Höhepunkt (Arte, 22.15 Uhr). Nicht ganz überzeugen kann dagegen Jim Jarmuschs Zombie-Komödie "The Dead Don´t Die" (SRF 2, 00.00 Uhr).


Am Donnerstag, den 15.9. gibt es mit "Just Mercy" ein starkes Drama über Rassismus, in dem ein junger afroamerikanischer Anwalt dafür kämpft, dass das Verfahren im Fall seines zum Tode verurteilten afroamerikanischen Mandanten wieder aufgenommen wird (SRF 2, 20.10 Uhr). Eine raue Coming-of-Age-Geschichte aus dem äußersten Norden Russlands ist dagegen "The Whaler Boy" (SRF 1, 23.55 Uhr) und William Oldroyd gelang mit "Lady Macbeth" ein ebenso kühler wie brillanter Mix aus Thriller und Kostümdrama um Macht, Abhängigkeiten und weibliche Selbstermächtigung (WDR, 23.30 Uhr).