• Walter Gasperi

TV-Tipps: 15.7. bis 21.7. 2022

Aktualisiert: 13. Juli


Network (Hessen, 19.7., 00.15 Uhr)

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 15.7. kommen die Fans von Science-Fiction-Horrorfilmen bei Philip Kaufmans Remake von Don Siegels Klassiker "Die Körperfresser kommen" auf ihre Kosten (SRF 1, 00.00 Uhr).


Am Samstag, den 16.7. gibt es mit "Nach dem Urteil" ein starkes, aber beklemmendes Drama um häusliche Gewalt und einen Vater, der die Trennung von Frau und Kind nicht hinnehmen will (3sat, 23.15 Uhr). Leiser Schrecken verbreitet sich im spannenden Horrorfilm "A Quiet Place" (ORF 1, 01.00 Uhr) aus und Fans der Eberhofer-Krimis kommen bei "Grießnockerlaffäre" auf ihre Kosten (Bayern, 20.15 Uhr).


Am Sonntag, den 17.7. gibt es mit der sentimentalen "Love Story" (Arte, 20.15 Uhr) und Steven Spielbergs immer noch packendem "Der weiße Hai" (ORF 1, 23.10 Uhr) zwei Kassenschlager der 1970er Jahre. Dazu kommt Kristin Scott Thomas in der nicht gerade berauschenden Komödie "Mrs. Taylor´s Singing Club", in der Soldatenfrauen einen Chor gründen (SRF 1, 21.55 Uhr) und Ulrich Seidls Abschluss der "Paradies"-Trilogie "Paradies: Hoffnung". Im Zentrum steht dabei ein übergewichtiger Teenager, der sich in einem Diät-Camp in einen rund 40 Jahre älteren Arzt verliebt (SWR, 00.30 Uhr).


Am Montag, den 18.7. bietet das Biopic "Lindenberg! Mach dein Ding" Einblick in das Leben des deutschen Parade-Rockers (ARD, 20.15 Uhr). Levan Akin erzählt dagegen in "Als wir tanzten" mitreißend von Homophobie und homosexueller Selbstfindung im heutigen Georgien (Arte, 22 Uhr). Mit Billy Wilders "Zeugin der Anklage" gibt es auch einen meisterhaften Gerichtsthriller nach einem Roman von Agatha Christie (NDR, 23.40 Uhr) und mit "Das Fenster zum Hof" einen Thriller von Alfred Hitchcock, in dem der Master of Suspense mit dem Voyeurismus des Publikums spielt (MDR, 00.20 Uhr).


Am Dienstag, den 19.7. brilliert Isabelle Huppert in der sonst wenig überzeugenden Komödie "Eine Frau mit berauschenden Talenten" als Drogendealerin (ARD, 22.50 Uhr). Starkes rumänisches Kino bietet Cristian Mungius "Graduation", in dem ein Arzt in ein moralisches Dilemma gerät, weil er seiner Tochter zum Schulabschluss verhelfen will (SRF 1, 23.50 Uhr). Klassisches amerikanisches Kino gibt es mit Fritz Langs Western "Rache für Jesse James" (SWR, 23.15 Uhr), Fred Zinnemanns "12 Uhr mittags" (SWR, 00.45 Uhr) und Sidney Lumets brillanter Mediensatire "Network" (Hessen, 00.15 Uhr).


Am Mittwoch, den 20.7. gibt es mit Danny Boyles "Trainspotting – Neue Helden" einen Kultfilm um eine Gruppe Edinburgher Junkies (SRF 2, 23.30 Uhr). Dazu kommt mit "El Reino – Macht des Geldes" ein siebenfach mit dem spanischen Filmpreis Goya ausgezeichneter Politthriller um einen korrupten Politiker, der sich weigert den Sündenbock zu spielen (Arte, 00.25 Uhr).


Am Donnerstag, den 21.7. gibt es Ali Abassis verstörenden Mix aus Fantasy-Horror-Film und Gesellschaftssatire "Border" (Arte, 01.45 Uhr). Ein ebenso sprödes wie starkes Drama um Bespitzelung in einem Priesterseminar in der kommunistischen Tschechoslowakei wird mit "Servants" geboten (SRF 1, 00.10 Uhr) und gefühlvoll von der Auflösung einer Familie durch das Outing des Mannes, dass er eine Geschlechtsumwandlung vornehme, erzählt die dänische Tragikomödie "Eine total normale Familie" (Bayern, 23.15 Uhr).