• Walter Gasperi

TV-Tipps: 19.2. bis 25.2. 2021


(There Will Be Blood, Paul Thomas Anderson)

Vom klassischen Thriller "Du lebst noch 105 Minuten" bis zu Paul Thomas Andersons wuchtigem Epos "There Will Be Blood": Spielfilmtipps für die kommende Fernsehwoche.


Am Freitag, den 19.2. brilliert auf Arte die Dänin Trine Dyrholm in Susanna Nicchiarellis "Nico, 1988" betiteltem Biopic über die Warhol-Muse und Rockikone Nico alias Christa Päffgen (Arte, 22.45 Uhr). Großes Westernkino bietet Bayern 3 mit Richard Brooks "Die gefürchteten Vier", in dem vier Draufgänger eine Frau aus den Fängen eines Mexikaners befreien sollen (BR 3, 22.35 Uhr). Oscar-Kino, das erstmals die breite Öffentlichkeit mit Autismus bekannt gemacht hat, zeigt mit Barry Levinsons "Rain Man" SRF 1 (SRF 1, 23.45 Uhr).


Am Samstag den 13.2. entführen die Coen-Brüder mit der Komödie "Hail Caesar" in das Hollywood der 1950er Jahre, das sowohl die Zeit der Monumentalfilme als auch von McCarthys Kommunistenjagd war (3sat, 20.15 Uhr). Einen hochgelobten leisen Thriller um Schuld und Trauer, der auch schon als "'Vertigo' auf schweizerisch" bezeichnet wurde, gibt es mit Francesco Rizzis "Cronofobia" (3sat, 21.50 Uhr), während auf SRF 2 Jessica Chastain in Aaron Sorkins "Molly´s Game" als gerissene Organisatorin von Pokerspielen brilliert (SRF 2, 20.10 Uhr).


Am Sonntag, den 21.2. zeigt Arte mit Paul Thomas Andersons wuchtigem "There Will Be Blood", in dem ein Mann, der durch einen Ölfund reich wurde, durch seine unersättliche Gier schließlich untergeht, einen der großen Filme der 2000er Jahre (Arte, 22.45 Uhr). Fulminantes, aber auch extrem düsteres Mafiakino bietet dagegen Stefano Solimma mit "Suburra" (3sat, 23.15 Uhr), während der Österreicher Gregor Schmidinger den Zuschauer in "Nevrland" den Zuschauer mit starker Bild- und Tonsprache die Angststörung eines jungen Erwachsenen erfahren lässt (ORF 2, 23.05 Uhr).


Am Montag, den 22. 2. steht bei Arte mit Anatole Litvaks "Du lebst noch 105 Minuten" ein Thriller auf dem Programm, der zwar schon 73 Jahre alt ist, aber immer noch zu fesseln vermag (Arte, 20.15 Uhr). SRF 1 wartet dagegen – wieder einmal – mit Todd Haynes´ fulminantem Roman "Carol" auf, in dem die lesbische Liebe zweier Frauen im Amerika der 1950er Jahre an einer rigiden Gesellschaft zerbricht (SRF 1, 00.50 Uhr).


Am Dienstag, den 23.2. gibt es bei 3sat Katell Quiellévérès furioses Drama "Die Lebenden reparieren", in dem ein Ehepaar entscheiden muss, ob es die Organe ihres hirntoten Sohnes zur Spende freigeben wollen (3sat, 23.00 Uhr).


Auch am Mittwoch, den 24.2. fallen vor allem zwei französische Filme auf. In Mia Hansen-Loves "Alles was kommt" brilliert Isabelle Huppert als Schriftstellerin, die sich neu orientieren muss, als sie von ihrem Mann verlassen wird. Ein intensives, aber auch heftiges Drama um einen geschiedenen Mann, der um das Sorgerecht für seinen Sohn kämpft, aber vielleicht gewalttätig ist, gelang dagegen Xavier Legrand mit "Nach dem Urteil" (3sat, 23.15 Uhr).


Am Donnerstag, den 25.2. steht schließlich mit Ari Asters "Hereditary – Das Vermächtnis", in dem eine Frau nach dem Tod ihrer Mutter in eine Krise stürzt, einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre auf dem Programm (3sat, 23.00 Uhr).