• Walter Gasperi

TV-Tipps: 20.5. - 26.5. 2022


Die andere Heimat ( Bayern, 25.5., 00.30 Uhr)

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 20.5. gibt Steve McQueen in Peter Yates klassischem Actionfilm "Bullitt" in den Straßen von San Francisco Gas (SRF 1, 23,55 Uhr). Ridley Scott lässt dagegen im Roadmovie "Thelma und Louise" Susan Sarandon und Geena Davis zum Gegenschlag gegen eine übergriffige Männerwelt ausholen (Bayern, 23.30 Uhr).


Am Samstag, den 21.5. gibt es mit Tom Fords "Nocturnal Animals" (ZDF neo, 22 Uhr) und David Finchers Stieg Larsson-Verfilmung "Verblendung" (ZDF neo, 00.05 Uhr), in der Daniel Craig die Rolle des Enthüllungsjournalisten Mikael Blomquist spielt, zwei starke Thriller.


Am Sonntag, den 22.5. bringt eine Studentin in der typisch französischen Komödie "Frühstück bei Henri" einen misanthropischen Rentner (Claude Brasseur) zum Aufblühen (3sat, 16.55 Uhr). Marco Bellocchio spannt in seinem wuchtigen Mafia-Film "Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra" den Handlungsbogen über gut 20 Jahre (Arte, 20.15 Uhr). Anschließend beleuchtet die Doku "Es war einmal …" (Arte, 22.35 Uhr), wie Bellocchio in seinem Film mit den gängigen Mafia-Narrativen aus Hollywood brach. Klassische Komödienkost bietet "Ein seltsames Paar" mit Jack Lemmon und Walter Matthau als gegensätzliche Wohnungsgemeinschaft (ARD, 01.40 Uhr). Peter Webber erzählt dagegen in "Das Mädchen mit dem Perlohrring" stilvoll eine fiktive Geschichte um die Entstehung von Vermeers berühmtem Gemälde (SWR, 01.15 Uhr).


Am Montag, den 23.5. bietet William Wylers "In die Falle gelockt" (Arte, 20.15 Uhr) großes Westernkino, ehe Jia Zhang-ke in "Asche ist reines Weiß" von der Wandlung Chinas in den letzten 20 Jahren erzählt (Arte, 21.50 Uhr). Stark auch "In meinem Himmel", in dem Peter Jackson einen ermordeten Teenager auf den Umgang der Hinterbliebenen mit dem Tod blicken lässt (SRF 2, 22.35 Uhr).


Am Dienstag, den 24.5. wirft Robert Altman in "Gosford Park" einen bissigen Blick auf die britische Upper Class der 1930er Jahr (Hessen, 00.05 Uhr). Im Zentrum von "Menashe" steht dagegen ein New Yorker Jude, der nach dem Tod seiner Frau in seiner Community, in der er kein Ansehen genießt, um das Sorgerecht für seinen Sohn kämpft (SRF 1, 23.55 Uhr).


Am Mittwoch, den 25.5. zeigt Arte mit Ann Huis "Tao Jie – Ein einfaches Lebens" ein sanftes Drama um eine alternde Frau, die fast ihr ganzes Lebens als Hausdienerin für eine vornehme Hongkonger Familie gearbeitet hat (Arte, 20.15 Uhr). Sebastian Brizé gelang dagegen mit einem großartigen Vincent Lindon in der Hauptrolle mit "Der Wert des Menschen" ein packendes Sozialdrama um einen Arbeitslosen, der verzweifelt nach einer Anstellung sucht (Arte, 22.10 Uhr). Edgar Reitz entführt in seinem eindrucksvollen vierstündigen "Die andere Heimat" in den Hunsrück in der Mitte des 19. Jahrhunderts und lässt einen Bauernjungen von der Emigration nach Brasilien träumen (Bayern, 00.30 Uhr). Stylisches französisches Cinéma du Look der 1980er Jahre bietet dagegen Jean-Jacques Beineix´ "Diva" (SWR, 01.00 Uhr).


Am Donnerstag, den 26.5. erzählt Clint Eastwood in "Sully" vom Piloten Chesley Sullenberger, der sich nach und trotz erfolgreicher Notwasserung eines Passagierflugzeugs auf dem Hudson River vor einem Untersuchungsausschuss verteidigen muss (ORF 1, 20.15 Uhr). Coming-of-Age und Coming Out mit starken Tanzszenen verbindet dagegen "Als wir tanzten", in dem Levan Akin eindrücklich und bewegend von der Homophobie in Georgien erzählt (SRF 1, 2305 Uhr). Action-Fans wiederum kommen bei ZDF neo mit den ersten drei Filmen der "Mission Impossible"-Reihe auf ihre Kosten (ZDF neo, ab 20.15 Uhr).