• Walter Gasperi

"Nomadland" und "Borat Subsequent Moviefilm " triumphieren bei den Golden Globes


Bei den Nominierungen lagen David Finchers "Mank" und Aaron Sorkins "The Trial oft he Chicago 7" vorne. Den Sieg holte sich in der Kategorie Drama aber schließlich Chloé Zhaos "Nomadland" und in der Kategorie Komödie "Borat Subsequent Moviefilm". Bei den Fernsehserien sind "The Crown" und "The Queen´s Gambit" sowie "Schitt´s Creek" die großen Sieger.


In der Regel vergibt die Auslandspresse in Hollywood die Golden Globes jeweils Anfang Januar. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde die Preisverleihung heuer aber um etwa zwei Monate verschoben und fand weitgehend digital statt.


Mit David Finchers "Mank" und Aaron Sorkins "The Trial of the Chicago 7" galten mit sechs bzw. fünf Nominierungen zwei Netflix-Produktionen als große Favoriten. "Mank" ging aber bei der Preisververleihung schließlich leer aus, für "The Trial of the Chicago 7" gab es nur die Trophäe für Aaron Sorkins Drehbuch.


Nach Barbra Streisand 1984 wurde mit Chloé Zhao erst zum zweiten Mal eine Frau als beste Regisseurin ausgezeichnet. Ihr "Nomadland" wurde auch zum besten Film gekürt, doch weitere Preise gab es für dieses Roadmovie nicht.


In der Kategorie Bestes Musical oder Komödie setzte sich "Borat Subsequent Moviefilm" durch, bei dem auch Sacha Baron Cohen als bester Darsteller ausgezeichnet wurden. Die weiteren Darstellerpreise gingen in der Kategorie Drama posthum an den im August 2020 an Krebs gestorbenen Chadwick Boseman für seine Leistung in "Ma Raineys´s Black Bottom" und an Andra Day im Biopic "The United States vs. Billie Hollyday".


Als beste Schauspielerin in der Kategorie "Musical oder Komödie" wurde Rosamund Pike in der Netflix-Produktion "I Care a Lot" ausgezeichnet, während die Preise für Nebenrollen an Jodie Foster in Kevin McDonalds Thriller "The Mauritanian" und Daniel Kaluuya in "Judas and the Black Messiah" gehen. Deutschlands Hoffnung Helene Zengel, die für ihre Leistung in Paul Greengrass´ Western "News from the World" als beste Nebendarstellerin nominiert war, ging leer aus.


Bei den Animationsfilmen – und beim besten Soundtrack – setzte sich die Pixar-Produktion "Soul" durch, während als bester nicht englischsprachiger Film "Minari", der von einer koreanisch-amerikanischen Familie im ländlichen Arkansas der 1980er Jahre erzählt, ausgezeichnet wurde.


Bei den TV-Serien ist in der Kategorie Drama "The Crown" mit Auszeichnungen als beste Serie, bester Hauptdarsteller (Josh O´Connor) und beste Haupt- (Emma Corrin) und beste Nebendarstellerin (Gillian Anderson) der große Sieger. In der Kategorie Komödie triumphierte hier "Schitt´s Creek", das neben der Auszeichnung als beste Serie auch den Preis für die beste Darstellerin (Catherine O´Hara) einfahren konnte. Als beste Mini-Serie wurde "The Queen´s Gambit" ausgezeichnet, in der auch die Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy die JurorInnen überzeugen konnte. Mit einer Auszeichnung für John Boyega als bester Nebendarsteller musste sich Steve McQueens hochgelobte Mini-Serie "Small Axe" begnügen.