• Walter Gasperi

TV-Tipps: 8.7. bis 14.7. 2022


Die besten Jahre unseres Lebens (11.7., Arte, 20.15 Uhr)

Der wöchentliche Rundblick über Filmhighlights in den werbefreien TV-Sendern.


Am Freitag, den 8.7. gibt es mit "Inside Man" Spike Lees wendungsreichen Thriller um einen Banküberfall (SRF 2, 23.45 Uhr). Western-Fans kommen dagegen bei Howard Hawks´ Klassiker "El Dorado" (Bayern, 22.50 Uhr) und anschließend bei Fred Zinnemanns "Zwölf Uhr mittags" (Bayern, 00.50 Uhr) auf ihre Kosten. Bildstarken Gothic-Horror bietet schließlich Guillermo del Toro mit "Crimson Peak" (3sat, 22.30 Uhr).


Am Samstag, den 9.7. brillieren Sandra Hübner und Peter Simonischek in Maren Ades großer Tragikomödie "Toni Erdmann" (3sat, 23.20 Uhr). Starkes Gangsterkino bietet dagegen Michael Manns "Public Enemies", in dem Johnny Depp den legendären Bankräuber John Dillinger spielt (ZDF, 02.20 Uhr). Immer noch zu packen versteht auch Peter Weirs Krimi "Der einzige Zeuge", in dem Harrison Ford als Cop in einer Amish-Community Zuflucht vor seinen korrupten Kollegen sucht (NDR, 23.45 Uhr; auch: 10.7., 00.35 Uhr, SRF 1). Eine kleine Perle gelang auch Oliver Hermanus mit "Moffie", in dem er von toxischer südafrikanischer Männlichkeit erzählt (RBB, 23.30 Uhr).


Am Sonntag, den 10.7. zeichnet Ulrich Seidl in "Paradies: Glaube" mit gewohnt unerbittlichem Blick und einer großartigen Maria Hofstätter in der Hauptrolle das Porträt einer radikalen Katholikin, die sich selbst kasteit (SWR, 00.30 Uhr). Steven Soderbergh erzählt dagegen in "Magic Mike" mitreißend von Männern, die hoffen als Stripper das große Geld zu machen (Arte, 20.15 Uhr).


Am Montag, den 11.7. gibt es mit William Wylers "Die besten Jahre unseres Lebens", in dem ewegend von Kriegsheimkehrern nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt wird, eines der großen Meisterwerke der Filmgeschichte (Arte, 20.15 Uhr). Aber auch Blake Edwards bittersüße Liebesgeschichte "Frühstück bei Tiffany" (NDR, 22 Uhr) und Mike Nichols´ "Die Reifeprüfung", in dem sich Dustin Hoffman von der Mutter seiner Freundin verführen lässt, zählen längst zu den Klassikern. (NDR, 23.50 Uhr).


Am Dienstag, den 12.7. sticht John Hustons antirassistisches Westerndrama "Denen man nicht vergibt" heraus (Hessen, 00.25 Uhr).


Am Mittwoch, den 13.7. lässt Raul Ruiz´ mit seiner "Die wiedergefundene Zeit" betitelten Verfilmung von Marcel Prousts "Die Suche nach der verlorenen Zeit" in die gehobene Pariser Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts eintauchen (Arte, 20.15 Uhr). Wim Wenders verarbeitete dagegen in seinem in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten "Der Stand der Dinge" aufregend seine bitteren Erfahrungen bei den Dreharbeiten seines Hollywood-Films "Hammett" (Bayern, 00.25 Uhr).


Am Donnerstag, den 14.7 erzählt André Téchiné in "Abschied von der Nacht" vom Kampf einer Großmutter um ihren Enkel, der sich zum Islamisten entwickelt hat (SRF 1, 00.00 Uhr). Furios die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umgeschrieben wird dagegen in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" (SRF 2, 23.45 Uhr) und Sebastián Lelio gelang mit "Gloria – Das Leben wartet nicht" ein starkes US-Remake seines eigenen, 2013 entstandenen chilenischen Frauenporträts (WDR, 23.00 Uhr).