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Unter Wasser rund um die Welt (1966)

  • Autorenbild: Walter Gasperi
    Walter Gasperi
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
"Unter Wasser rund um die Welt": Science-Fiction-Abenteuerfilm mit beeindruckenden Tiefseebildern
"Unter Wasser rund um die Welt": Science-Fiction-Abenteuerfilm mit beeindruckenden Tiefseebildern

Ein Team von sechs Wissenschaftler:innen soll rund um die Welt am Meeresboden mit Hilfe eines U-Boots Sensoren fixieren, die eine Frühwarnung bei Seebeben ermöglichen. – Bei Plaion Pictures ist Andrew Martons 1966 entstandener Science-Fiction-Abenteuerfilm in einem Mediabook auf DVD und Blu-ray erschienen.


Am Beginn steht das Zitat eines Astronauten, dass die Tiefsee weit gefährlicher sei als das Weltall. Kurz mag das Insert sein, setzt aber dem in den 1960er Jahren sehr präsenten Streben nach dem Weltraum und dem Science-Fiction-Film prägnant das Abtauchen in die Meere gegenüber.


Durchaus aktuell kann man "Unter Wasser rund um die Welt" mit weltweiten Seebeben und Tsunamis, die nicht nur die Küstenstädte bedrohen, angesichts der aufgrund des Klimawandels zunehmenden Naturkatastrophen lesen. Um die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen, soll ein Team von sechs Wissenschaftler:innen mit Hilfe eines U-Boots rund um die Welt am Meeresboden ein Frühwarnsystem fixieren.


In klassischer Manier müssen zunächst das Team zusammengestellt und die gewünschten Teilnehmer:innen, die teilweise desinteressiert sind, mit entsprechenden Zusagen geködert werden. Rund ein Drittel seiner Spielzeit nimmt sich dieser Science-Fiction-Abenteuerfilm dafür Zeit, lässt aber freilich schon in dieser Vorbereitung des Unternehmens in die Tiefen des Ozeans abtauchen und gefährliche Situationen erleben.


Mit der blonden Ärztin Margaret Hanford ("Goldfinger"-Bond-Girl Shirley Eaton) gehört auch eine Frau zur Crew, die für Spannungen unter den Männern sorgt. Denn einerseits ist sie mit einem Crewmitglied liiert, andererseits ist ein früherer Partner beim Unternehmen dabei und drittens verliebt sich auch noch ein drittes Crewmitglied auf Anhieb in sie.


Leider bleibt aber die Entwicklung dieser persönlichen Konflikte so flach wie die Figurenzeichnung und auch die Schauspieler:innen (Lloyd Bridges, Brian Kelly, David McCallum, Shirley Eaton) können ihren Figuren nicht so viel Profil verleihen, dass deren Schicksal fesseln würde.


Trotz zahlreicher brenzliger Situationen plätschert so die Handlung eher spannungsarm dahin. Das U-Boot, in dem ein großer Teil des Films spielt, wirkt so geräumig, dass nie das Gefühl klaustrophobischer Enge aufkommt, und die Gefahren wie ein Angriff eines muränenartigen Seeungeheuers, ein Tauchunfall oder ein unterseeischer Vulkanausbruch werden zu schnell gelöst, als dass wirklich Spannung aufkommen könnte.


So besteht der Reiz des Films von Andrew Marton, der in erster Linie als Second-Unit-Regisseur des Wagenrennens von William Wylers "Ben Hur" bekannt ist, vor allem in den Unterwasseraufnahmen. Immer noch beeindruckend sind die Wale am Beginn ebenso wie riesige Fischschwärme, die Fahrt um Riffs und der Blick in die finstere und stille Tiefseewelt.


An Sprachversionen bieten die bei Plaion Pictures in einem Mediabook erschienene Blu-ray und DVD die englische Original- und die deutsche Synchronfassung sowie englische und deutsche Untertitel. An Extras gibt es neben dem deutschen Trailer und einer Bildergalerie ein fünfminütiges Featurette über die technischen Herausforderungen beim Dreh und die Besetzung, ein dreiminütiges Interview mit dem Special-Effects-Experten Gene Warren jr. sowie ein Booklet.



Trailer zu "Unter Wasser rund um die Welt"



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