• Walter Gasperi

TV-Tipps: 23.4. bis 29.4. 2021

Oscar-Gewinner, die Coen-Brüder, Billy Wilder und Kelly Reichardt sorgen für Highlights in der kommenden Fernsehwoche.


Gravity (Alfonso Cuaron)

Am Freitag, den 23.4., stehen sich Marlon Brando und Jack Nicholson in Arthur Penns eigenwilligem Spät-Western "Duell am Missouri" gegenüber (SRF 1, 23.50 Uhr).


Samstag, der 24.4. steht im Zeichen der bevorstehenden Oscar-Verleihung. ORF 1 zeigt Guillermo del Toros "Shape of Water" eine Oscar gekrönte Fantasy-Romanze mit sozialkritischen Zwischentönen (ORF 1, 20.15 Uhr) sowie Yorgos Lanthimos´ brillanten satirischen Kostümfilm "The Favourite" (ORF 1, 22.15 Uhr). SRF 2 lässt dagegen auf das Oscar gekrönte Autisten-Drama "Rain Man" (SRF 2, 20.15 Uhr) mit Barry Jenkins "Moonlight" (SRF 2, 23.05 Uhr) und Steve McQueens "12 Years a Slave" (SRF 2, 00.55 Uhr) zwei ebenfalls mit dem Oscar ausgezeichnete neuere Filme des afroamerikanischen Kinos folgen. SRF 1 zeigt dagegen mit "Stan & Ollie" (SRF 1, 21.55 Uhr) eine liebevolle Hommage an die beiden genialen Komiker Stan Laurel und Oliver Hardy sowie mit Billy Wilders "Manche mögen´s heiß" einen Leuchtturm der Filmkomödie (SRF 1, 23.35 Uhr).


Am Sonntag, den 25.4. zeichnet Pablo Larrain mit einer großartigen Natalie Portman in der Hauptrolle in "Jackie" ein dichtes Porträt von John F. Kennedys Gattin Jackie, wobei er ganz auf wenige Tage nach der Ermordung des US-Präsidenten fokussiert (arte, 20.15 Uhr). SRF 2 setzt dagegen mit Anthony Minghellas fulminantem Liebesdrama "Der englische Patient" (SRF 2, 20.15 Uhr) und Alfonso Cuarons grandiosem Science-Fiction-Film "Gravity", der aber seine Wirkung nur auf einer großen Kinoleinwand entfalten kann, (SRF 2, 22.50 Uhr) die Präsentation von Oscar-Hits vom Vortag fort.


Am Montag, den 26.4. brillieren auf Arte Robin Williams und Matt Damon in Gus Van Sants Lehrer-Schüler-Drama "Good Will Hunting" (arte, 20.15 Uhr), ehe mit "Miller´s Crossing" ein früher, in den 1920er Jahre spielender Film noir der Coen-Brüder folgt (arte, 22.15 Uhr). Und mit Kelly Reichardts "Certain Women" gibt es schließlich noch einen bestechenden Episodenfilm, der drei starke Frauenporträts zeichnet (SRF 1, 00.50 Uhr).


Am Mittwoch, den 28.4. steht bei Arte mit dem dänischen Film "The Guilty" ein minimalistisches Kammerspiel auf dem Programm, das ausschließlich in der Notrufzentrale der Polizei spielt (arte, 20.15 Uhr). Anschließend folgt mit "Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren eingehen" eine schillernde rumänische Komödie, in der der heurige Berlinale-Sieger Radu Jude mit Geschichtsbildern und Nationalismus abrechnet (arte, 22.35 Uhr). Kultiges von Danny Boyle gibt es schließlich mit "Trainspotting", einer Groteske um einige Edinburgher Junkies (ZDF Neo, 23.15 Uhr).


Am Donnerstag, den 29.4. zeichnet Pablo Larrain in "No!" spannend die Ereignisse um das Referendum zur Verlängerung der Regierungszeit des chilenischen Diktators Pinochet nach (WDR, 23.30 Uhr), während Claus Räfle in "Die Unsichtbaren – Wir wollen leben" mit einer großartigen Mischung aus Interviews und inszenierten Szenen das Schicksal einiger Juden nach, die während der NS-Zeit in Deutschland im Untergrund lebten (Hessen, 23 Uhr). Auch ein packender Thriller über eine scheinbar aussichtslose Flucht durch den Süden der USA fehlt mit Melanie Laurents "Galveston – Die Hölle ist ein Paradies" nicht (SRF 1, 23.45 Uhr).